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"Grabstätte"
EINE KAPPELLE
S. Giorgio a Liri (FR) 1998
Die Kappelle der Familie Costa ist in einem der wenigen, noch verfügbaren antiken Teile des Friedhofs von San Giorgio a Liri, in der Nähe von Cassino, errichtet worden. Das Bauwerk hat eine Oberfläche von 12 Quadratmeter und die Höhe beträgt zirka m. 4,70. Sie ist in Ordnung der Fluchtlinie mit den anderen Kappellen situiert und ist geplant, 10 Grabnischen und ein Beinhaus zu enthalten. Der Eingang in die Kappelle ist durch ein Metallgitter geschützt und ist in der Ecke angebracht um ein Unikum mit der Kappelle des anliegenden Anteils bilden zu können. Es ist ein Tragwerk in Eisenbeton angewendet worden, weil die Zone seismisch ist und aufgrund der Treppenförmigkeit. Der Eisenbeton ist außen mit unregelmäßigen Ziegeln verkleidet, diese bilden mit kleinen Kreuzfenstern Luft- und Lichteinläße. Die Ziegel dienen also auch als Außenverschalung. Das Dach ist aus vier kleinen schrägen Dachflächen gebildet und von einer Decke aus Kupferplatten geschützt.
Es wurde auf den üblichen zementierten Gehweg um die Kappelle herum verzichtet; auf diese Art wollte man das christliche Konzept der Erdbestattung ausdrücken. Die handgemachten Ziegeln, die außen stufenförmig angebracht sind, erzeugen Schattenspiele, die die Grabkappelle beleben und dramatisieren. Innerhalb der Kappelle, gehen die Wände der Grabnischen schräg nach oben und sie sind mit pastellfarbenen Marmorplatten "bianco perlino" verkleidet; diese werden nur von den horizontalen "rosa perlino" Marmorbändern unterbrochen. Der Marmor kommt aus der Gegend des Gardasees. Eine kleine Konsole, die wie ein kleiner Altar ist, trägt die Inschrift "Jetzt sind wir wie die Blätter auf der Erde". Diese Inschrift soll an die Unbeständigkeit der menschlichen Existenz erinnern.
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