HOME     WER SIND WIR     LINK     NEWS     CONTAKTE

Versione Italiana  English Version
"Thermos Haus"

EINFAMILIENHAUS
Roma 1995

DIE LAGE:

Das errichtete Objekt befindet sich in einem Randbezirk, im Nord-Osten von Rom, am Ponte Mammolo und wurde auf einem der wenigen freien, parzellierten Grundstück errichtet. Eine Kirche bildet den Mittelpunkt der auf den Anfang der Vierzigerjahre zurückgehenden Ansiedlung, die hauptsächlich aus kleinen Villen und nur vereinzelten höheren Gebäuden besteht. Erst in den letzten Jahren wurde dieser Bezirk Gegenstand größerer Initiativen, wie dem Bau einer neuen Kirche, einiger Geschäftszentren, einer Niederlassung der Telefongesellschaft "Telecom", sowie verschiedener privater und öffentlicher Gebäude. Dieses Stadtviertel befindet sich zwischen zwei wichtigen Hauptverkehrsadern, der via Nomentana und der via Tiburtina.

PLANUNGSKRITERIEN:

Bei der Planung wurde die klimatische Lage berücksichtigt und darauf geachtet den Einblick in die Räume zu verwehren, um die private Sphäre zu gewährleisten. Die Fassade des Hauses verläuft nicht parallel, sondern leicht gedreht zur Straßenfront und zum Grundstück, so dass alle Seiten die gleiche Bedeutung erhalten und keine als die Hauptfassade betrachtet werden kann. Aus diesem Grund befinden sich an der Nordseite die undurchbrochenen Wände und die Sanitärzellen, die Wohn und Schlafzimmer hingegen liegen im Süden und Westen, während das Treppenhaus, und die Küche an der Ostseite untergebracht wurden, was ein Frühstücken im vollen Morgenlicht erlaubt. Die Zimmer der Obergeschoße, wie auch alle anderen Räume, sind gegen zu intensives Licht mit einem Sonnenschutz aus Stahlbeton versehen. Zwei in die dreieckigen Blumenkästen eingefügte Fensterbänder erhellen und belüften die Kellerräume, in welchen sich eine große Garage und der Hobbyraum befinden. Die Natursteine der fast im Trockensystem gemauerten Einfriedung und des Bodenbelags im Außenbereich stellen einen gewollten Kontrast zur Strenge der senkrechten Linien der Scheidemauern und der waagrechten Linien des Sonnenschutzes aus Stahlbeton, sowie der stufenförmigen Balkonbrüstung dar. Die Verwendung des Tuffsteins lässt an einen antiken Grundbau denken, auf dem zu einem späteren Zeitpunkt ein modernes Gebäude errichtet worden ist.

DIE BEDEUTUNG EINER GUTEN BEZIEHUNG ZWISCHEN DEM BAUHERRN UND DEM ARCHITEKTEN:

Um ein Gebäude in außergewöhnlicher Form und nach den neuesten technologischen Erkenntnissen zu bauen, ist nicht nur eine gute Planung und die Verwendung von geeignetem Baumaterial und guten Fachkräften ausreichend, denn die treibende Kraft, die durch die Motivierung des Bauherrn entsteht, ist für den Architekten unbedingt notwendig und unersetzbar. Eine gute Beziehung zum Auftraggeber stellt immer die Grundlage zufriedenstellender Ergebnisse dar, wobei damit nicht nur der finanzielle Aspekt gemeint ist, sondern auch die Fähigkeit zu verstehen, zu analysieren und Vorschläge zu unterbreiten. Die Intelligenz und die Neugier des Bauherrn sind für die Planung unverzichtbare Anregungen. Beim Bau dieses Hauses waren all diese Voraussetzungen durch die bestehende Symbiose zwischen dem Bauherrn und dem Architekten, bei der Wahl der Materialien, der einzelnen Baumerkmale und der Kontrollen bei den Werkproben, gegeben.

TRAGEWERK - MAUERWERK ISOLIERUNG – VERPUTZ

Das erdbebensichere Tragewerk des Hauses ist aus Stahlbeton mit Auskragungen, welche vom Erdgeschoß aus, das die Scheidewände bildende Mauerwerk tragen. Durch die Scheidewand strebt das Gebäude dem Himmel zu, wodurch eine Harmonie der senkrechten und waagrechten Linien entsteht. Die Scheidewand ist das charakteristische Bauelement des Hauses, welches sich, nach jeder Drehung von jeweils 90°, abwechselnd weit in den Baugrund vorschiebt, oder aber sich zurückzieht und so in einem stetigen Wechsel von Licht und Schatten den Raum abgrenzt, erweitert oder entzieht. Das Mauerwerk besteht aus Wärmeschutzziegeln, welche besten Wohnkomfort und Feuerbeständigkeit garantieren Als Isolierung wurde ein Vollwärmeschutz aus gepressten Korkplatten gewählt, die direkt auf den Außenmauern angebracht wurden, um auch eventuelle Wärme-beziehungsweise Kältebrücken zu vermeiden. Als Verputz wurde ein lachsfarbener Außenputz auf Mineralgrundlage verwendet. Durch die Kombination der verwendeten Wärmeschutzziegel, der außen angebrachten Korkplatten und des Innen-und Außenverputzes, wurde eine hervorragende Durchlässigkeit, eine sehr gute Wärmeisolierung und ein hohes Maß an Lärmdämmung erzielt.




La casa thermos


Foto plastico
Foto plastico
Foto edificio lato nord
Schema con riferimento agli elementi bioclimatici
Pianta piano terra
Prospetto est
Sezione fattori bioclimatici - estate
Materiali
Areazione solaio e fondazioni
Coibentazione a “cappotto” con sughero
Pavimentazione rampa con porfido e mattoni
Foto scala interna
Zona giorno
Esterno
Foto prospetto ovest
Foto prospetto est





BIOÖKOLOGIE - BIOKLIMATISIERUNG:

 durch das automatisch, von einem Sensor gesteuerte Schließen des Vorhangs bei Regen (damit die Scheiben nicht nass werden), sowie bei zu großer Hitze oder bei zu starkem, im Sommer für die Ostseite typischem Lichteinfall

 Eine Umfassungsdrainage umläuft das Fundament, um Fäulnisprozesse, Feuchtigkeit und das Entstehen bakteriologisch verseuchter Stellen zu vermeiden

 Auf der Garagenrampe wurde ein Regenwassersammelbehälter zur Gartenbesprengung und als Wasserreserve installiert.

 Gegen den Einfluss der äußerst gesundheitsschädlichen elektromagnetischen Felder wurden, vor allem in den Schlafzimmern, Schalter installiert, die sich automatisch ausschalten

 Es wurde ein vollkommen revisionierbarer Installationsschacht geschaffen, in welchem die Kanalisierung sämtlicher Anlagen zusammenlaufen.

 Der Erddruck wurde durch Geotextilien der Marke "Deflon" drainiert und abgestützt.

 durch zweckmäßige, vorwiegend südliche Ausrichtung des Bauobjekts und weitgehende Vermeidung von Maueröffnungen auf der Nordseite (hier befinden sich nur jene der Sanitärzellen)

 durch atmungsaktive und optimal isolierte Mauern, dank der Kombination von Thermoziegeln, Vollwärmeschutz und Verputz auf Mineralbasis

 Das Fundament sowie die Decke des Kellergeschoßes sind voll belüftet, um ein Höchstmaß an Wohnqualität zu erreichen und dem Verschleiß der Materialien und der Verbreitung gesundheitsschädlicher Gase, wie dem Radon vorzubeugen.

 durch die große Glaswand des Treppenhauses die eine Verbindung der Wohnräume mit den Schlafzimmern darstellt und außen mit einem wasserundurchlässigen, kleingelochten Vorhang versehen ist, der den Blick nach außen erlaubt ohne jedoch Einblick zu gewehren; der Vorhang wird in einem Vorhangkasten gerafft und gleitet auf zwei gespannten Stahlseilen

 Das Mikroklima umgibt das Haus und bildet ein kühles, gesundes und entspannendes Umfeld.

 durch die Verwendung von Thermoglasscheiben für die großen Fenster, die außerdem mit weißen, motorisierten Lamellenjalousien zwischen den Scheiben versehen wurden; durch eine die Kältebrücke isolierende Ausführung der Inneneinfassungen sowie der Schiebefenster und Schiebetüren der Firma Schüco

 durch die Vermeidung zu intensiver Sonnenbestrahlung, mittels Sonnenschutz aus Stahlbeton

 durch die Verwendung eines im Stiegenhaus angebrachten Thermostates, der während der Sommermonate, die Temperatur kontrolliert und durch Aktivierung eines auf dem Dach installierten großen Ventilators eine konstante angenehme Temperatur erzeugt und auch für eine gute Belüftung im Hausinneren sorgt

 durch die Wahl eines energiesparenden Heizkessels und die Vorbereitungsarbeiten zur Installierung von Sonnenkollektoren

 durch die Abschaltmöglichkeit der Heizung auf den einzelnen Etagen

 durch die Verlegung eines hellen, hitzeabweisenden Keramikgranitbodens auf dem Flachdach. Obwohl der Garten eher klein ist, wurden hier viele niedrige Sträucher und einige hochstämmige Pflanzen gesetzt. Der Duft und die vielfältigen Formen der Pflanzen wie, Baumerdbeeren, Ginster, Raphiolepis, Thymian, Rosmarin und Feigenkakteen vermitteln eine typische Mittelmeeratmosphäre.

 Der kleine Teich und die Pflanzen bilden ein Mikroklima und ein Habitat für Amseln, Eidechsen, Frösche und Goldfische.

 durch Scheidewände die die Aufgabe erfüllen die Tageswärme aufzunehmen, um sie während der Nachtstunden ins Hausinnere wieder abzugeben



STUDIOBIOARCH
info@studiobioarch.it
www.studiobioarch.it

  
Italy   EU

ZURÜCKGEHEN